Dienstag, 15. Dezember 2009

Rentiere fliegen tief

Letztes Wochenende war Weihnachtsfeier in Papas Firma. Traditionell darf die Familie Nachmittags mit feiern und als besonderes goody für die Kleinsten schaut später der Weihnachtsmann vorbei. So auch in diesem Jahr.

Schnaufend und keuchend trifft der Rotrock ein wenig zu spät ein, ho-ho-hot ein wenig rum und erklärt den Kindern er sei so außer Atem, weil er doch mit sienem Schlitten abgestürzt sei! [sic] Er hätte mit dem Boot über die Elbe schippern und dann noch gaaanz weit laufen müssen...

Yolanda macht daraus folgendes:

Yo: "Gestern war auf Papas Arbeit der Weihnachtsmann"
Oma: "Eeecht? Und hatte der auch Geschenke dabei?"
Yo: "Jaaa, ganz viiiele. Und ich habe auch eines bekommen, ein Pustespiel."
Oma: "Oh super"
Yo: "Ja, und der Weihnachtsmann ist mit seinem Schlitten und den Rentieren abgestürzt"
Oma: "Waas, wieso das denn?"
Yo: "Weil, der ist zu schnell geflogen...."

Wie gut, dass an den Elbbrücken nur stadteinwärts und nicht flußabwärts geblitzt wird...

Dienstag, 8. Dezember 2009

Troll dich!

Kinder können -neben vielen anderen Dingen- vor allem eines: herrlich böse gucken. Dabei ligt der Verdacht nahe, dass 'böse gucken' genetisch veranlagt ist, denn diese Biester sehen dabei so dermaßen nach einem Elternteil aus, dass es einem Angst und Bange werden kann. Da Kinder vermutlich nicht mit einem Spiegel unter der Bettdecke üben, also der Verdacht die Schuld auf die Gene zu schieben.

Nun haben Kinder recht häufig einen Anlass zum 'Böse gucken'. Nicht, daß das aus erwachsener Sicht stets gerechtfertig wäre. Aber das muß es aus kindlicher Sicht auch gar nicht sein. Da es recht anstrengend sein kann, auf jeden Anfall kindlicher Grummelei einzugehen braucht man eine Strategie. Meine ist: Troll dich!

Das funktioniert so:
- Kind guckt böse, zieht die Augenbrauen zusammen, verzieht den Mund und schiebt die Unterlippe vor. Gleichzeitig bleibt das Haupt gesenkt.
- Eltern zeigen mit dem Zeigefinger ganz unfein auf das Kind und rufen mit gespieltem Entsetzen: HIILFE, ein Troll !!!

Funktioniert super, wenn man dem Kind erstmal erklärt hat was ein Troll ist. Yolanda und sämtlich kinder in der KiTa brechen jedesmal ins irres Kichern aus, wenn ich das mache.

Neulichs saß die Familie im Cafe und Yolanda trollt rum. Papa ist klug, ruft: Ein Troll, ein Troll. Yolanda grinst. Sieg, denke ich und lege nach. "Weißt du, mein Kind, wenn du weiter so böse guckst, dann wachsen dir große Zähne und deine Haut wird ganz grau..." Yoland unterbricht mich mit panischem Blick " Aber dann bin ich ja gar kein richtiger Mensch mehr!!" und fängt an, zu weinen....

Na super, Papa, das hast du ja toll hingekriegt. Und jetzt find mal schnell eine Erklärung, wie sich ein Kind enttrollen kann...

Montag, 7. Dezember 2009

Der Weihnachtsmann

Es weihnachtet gar sehr:

Yolanda erklärt:
"Der Nikolaus, der bringt Geschenke und tut die in den Stiefel. Aber der Weihnachtsmann, der kommt auch in die Wohnung. Das DARF der auch, weil der ist ja ein Mensch!

AABER, er muß seine Schuhe ausziehen, sonst macht der die ganze Wohnung dreckich..."

Montag, 2. November 2009

Dies und das

Yolanda ist mit ihren nunmehr 3 1/2 Jahren durchaus immer noch in einem sehr niedlichen Alter.

Vor ein paar Tagen schickte ich sie morgens zum Anziehen. Wenig später kam sie zu Diana, Pullover falsch herum angezogen, Stiefel im Enten-Style und die Hose offen. Sie guckt Diana mit Rehaugen an und quengelt: "Mama, die Hose ist zickig!" - was ich für eine grandiose und sehr zutreffende Gefühlslage gegenüber manchen Kleidungsstücken halte.

Zickig ist aber auch ein gutes Stichwort für Madame. Derzeit testet sie Grenzen aus. Wer das schonmal mitgemacht hat, weiß wovon ich spreche. Dabei läuft nicht immer alles so, wie sie es sich vorher gedacht hat.

Yo: Mama, darf ich Diesundas?
Mama: Ja, klar.
Yo: Aber ich will... -an dieser Stelle ging ihr auf, dass etwas nicht ins Schema passte- Mama hat nicht widersprochen? Wie zum Henker komme ich jetzt zum Quakpunkt?
Yo: Aber..aber..ich will Variante1
Mama: OK
Yo: ...(shit) ...Aber ich will Variante2
Mama: ??Oookey??
Yo: ...(Mist, schon wieder daneben)...Ich will aber Variante3
Mama: Du spinnst doch, aber ok...
Yo: (wie jetzt?) Ich will aber noch Variante4
Mama: Yolanda, das geht jetzt aber nicht, du kannst Variante1
Yo: (na endlich), DU BIST GEMEIN!! BUÄÄH!

...

Hurra, wir haben ein Kind!

Montag, 26. Oktober 2009

Das Leiden der Wurst

Kinder haben manchmal süße Assoziationen:

Yolanda ist -wie jedes Wochenende- bei der Oma zu Besuch, dort ereignet sich Folgendes:

Sonnabend stehe ich in der Küche und brate auf Yo's Wunsch hin kleine Würstchen. Dabei entweicht mit einem "Jammerton" etwas Luft aus denselben. Guckt mich Yo mit großen Kulleraugen an und meint - sichtlich betroffen - "Oma, die Wurst weint!"

Nach langer Abstinenz werde ich mich jetzt bemühen, nach und nach die Welt auf den aktuellsten Yo-yo Stand zu bringen, versprochen!

Montag, 23. März 2009

Bitchslap

Yolanda ist weiblich. Das weiss man spaetestens seit der U1. Doch wer den ultimativen Beweis brauchte, lese hier:


Meine Mutter ist eine wundervolle Oma (und auch Mutter). Das Attribut laesst sich bedingt auf ihre Hausfreulichen Qualitaeten uebertragen... wenn es nach Yolandas Meinung geht.

Yolanda steht in Omas Kueche, guckt auf den Fussboden, wo ein paar Kruemel liegen.
Yo: "Oma, das ist dreckig!"
Oma: "Ja, da liegen ein paar Kruemel, das ist aber nicht so schlimm."
Yo: "Das ist ekelig!"

Der Zustand fortgeschrittenem Angeidertseins konnte nur mit Hilfe von Handfeger und Schaufel (zu bedienen von Yolanda) beseitigt werden. Noch nicht beweis genug?

Yo und Family sind bei obiger Oma. Yolanda hat Hunger und bekommt ein Leberwurstbrot.

Papa: "Oh, lecker! Ich moechte auch was abhaben."
Oma: "Tja, das war die letzte Scheibe Brot, du hast ja gestern schon was bekommen."
Yolanda grinst und zeigt auf Papa: "PECH"


Hurra, ich habe eine Tochter...

Dienstag, 10. Februar 2009

Yolandas erste eMail

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geschrieben bei Tanja an den Papa...

Montag, 26. Januar 2009

Yolanda mal iweder von anderen gesehen:

Dieses Mal im Asyl bei guten Freunden:

http://tanjaundleo.blogspot.com/2009/01/tuck-mal-wie-ein-tiger.html

Dienstag, 20. Januar 2009

Es regnet, es regnet...

...die Wohnung wird nass...

So prima Regen im Allgemeinen auch ist, er gewinnt deutlich an Laestigkeit, wenn er sich in dafuer nicht vorgesehenen Gebieten aufhaelt. Nun kann ich noch so gerade nachvollziehen, dass kuenstlicher Regen in dafuer vorgesehenen Nasszellen - Duschen - durchaus seinen Sinn hat. Ja, ich begruesse gar den Gebrauch derselben durch meine Mitmenschen. Allerdings verabscheue ich Regen an anderen Orten innerhalb unserer Wohnung.

Insbesondere flaechendeckender Regen in Badezimmer, Kueche und Flur gehoert verboten!

Fuer Yolanda ist das Ganze, glaube ich, noch ein riesen Spass. Sie kraeht begeistert vor sich hin, dass die Wohnung ganz nass ist und erzaehlt von dem grossen Foen der die Wand sauber macht. Das hat sie, die Wand, auch bitter noetig:



Aber alles Chaos hat auch sein Gutes. Um sich ungestoert um die Wohnung kuemmern zu koennen, wurde beim Opa angefragt, ob eine temporaere Abladung des kleinens Kindes bei ihnen moeglich waere. Die zugehoerige Oma wollte dieses Ansinnen unter Verweis auf die schwere Krankheit des Opas (aka Erkaeltung, zugegebenerweis der hartnaeckigen Art) noch unterbinden. Doch kaum hoert dieser den Namen seiner Enkeltochter wachsen die Ohren. Nach kurzen Zwigespraech zwischen Pabba und Oupa wird doch vereinbart, das Kind zu den Grosseltern zu bringen. Wie man hinterher kolpoltiert, habe der Grossvater (derselbe der Morgens noch erklaerte er werde an diesem Tage NICHTS machen) verkuendet: Wir muessen jetzt einkaufen! Wir gehen als erstes zum Frischeparadies...

Wunderheilung, Kind sei dank!

In der Tat erfreuten Opa, Oma und Yolanda sich bester Laune am Day after. Abends bei Jessi und Dirk ist die Kleine noch so aufgekratzt, dass sie gar nicht recht einschlafen will. Am naechsten Tag folgt der uebliche Besuch bei der anderen Oma.

Yolanda zeigt zwar erste Anzeichen von Duennhaeutigkeit, was aber zuert auf selbes Symptom bei den Eltern, vor allem dem Pappa zurueckzufuehren ist. Yolanda haelt sich super! Auch die Oma freut sich, dass die Kleine da war. An day 3 after kehrt ein Stueck Normalitaet ein: Yolanda geht in die Kita, wo sie als erstes vom grossen Foen erzaehlt. Nachmittags wiederholt sie dieses unseren Vermietern gegenueber. Kein Anzeichen von Stress beim Kind.

Vielleicht uebertreibe ich etwas, aber ich bin doch bas erstaunt wie Yolanda die ganze Situation wegsteckt: Schlafen in anderer Wohnung, jeden Tag tagsueber woanders sein, kein Geschrei (also, auch nicht mehr als sonst), viel Niedlichkeit und sie scheint tatsaechlich zu verstehen was in unserer Wohnung geschieht. Ich bin einfach beeindruckt! Mit Sicherheit liegt das aber auch an all den tollen Leuten in unserem Umfeld, der Familie, den Freunden und natuerlich der Pension Timm, die ich allen Flutopfern nur herzlich empfehlen kann ;-) DANKESCHOEN!

Donnerstag, 15. Januar 2009

Yolanda verhandelt

Kleine Kinder begreifen durchaus die feinen Mechanismen professioneller Verhandlungen. Es scheint genetisch veranlagt, intuitive Vergleiche verschiedener Optionen auszufuehren, wie folgendes Beispiell belegt:


Yolanda soll ins Bett gehen. Weil sie an einem anstrengenden Tag echt lieb war, wird noch darueber verhandelt, ob Yolanda noch ein wenig Schafe gucken darf.

Mama: "So, du gehst jetzt ohne Theater Zaehne putzen, bekommst eine neue Windel, wir ziehen dir den Schlafanzug an und dann darfst du noch eine Folge Schafe gucken..."
Yo: "Nein, viele!"
Mama: "Nein, es ist schon spaet, nur eine."
Yo: "Nein, viele!!"
Mama: "Nein, es gibt nur eine!"

Yolanda guckt die Mama an. Man kann foermlich sehen wie sie alle Optionen abwaegt. Wird Schreien den gewuenschten Erfolg bringen? Kann man Mama sanktionieren? Steht Papa auf meiner Seite? Was sagen die Gaeste (L5R Runde im Hause Clar) dazu? Und dann die Entscheidung:

Yo: macht den Blick "Zwei?"

Punkt fuer Yolanda! Alle Gaeste und der Papa brechen in schallendes Gelaechter aus, Mama guckt voellig verdattert. Allgemein wird die Verhandlungstaktik des Kindes gepriesen.

Mama: grummelt "AberdanngehstdusofortinsBett..."

Und morgen lasse ich Yolanda auf meinen Arbeitgeber los. Mal sehen was da an Gehalt rausspringt ;-)